Ilona Nicklisch zum Antrag „Bildungsangebote in allen Regionen“ der Koalition (SPD, CDU, Grüne) – Rede vom 12.12.2019

12. Dez 2019

Rede von Ilona Nicklisch in Textform:

Frau Abg. Nicklisch (BVB/FW):

Sehr geehrte Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Gäste! Im Kern geht es doch darum, dass Schulstandorte bestehen bleiben und Schließungen vermieden werden. Das haben die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / FREIEN WÄHLER in ihrem Landesprogramm gefordert. Allerdings mussten wir feststellen, dass die letzte Landesregierung über Jahre Schulen im ländlichen Raum geschlossen hat, weil infolge des demografischen Wandels zu wenig Kinder da waren. Die Folgen für die Kinder waren und sind längere Fahrwege zur nächsten Schule.

Wir begrüßen, dass die SPD inzwischen auch gemerkt hat, dass Schulen vor allem in ländlichen Regionen ganz wichtige Anker zur Erhaltung der Dörfer und Gemeinden sind. Es wurden sehr viele Schulen geschlossen, auch in meinem Wahlkreis – ich bin aus Senftenberg. Es wurde immer gesagt, es würden keine Kinder mehr geboren, wir müssten die Schulen abschaffen. Jetzt sind wir dabei, Schulen zu erweitern und neue Schulen zu bauen. Denn wenn die Schulen erst einmal geschlossen sind, ziehen die jungen Leute und Familien aus diesen Regionen weg, und die Infrastruktur wird sich dort nicht mehr weiterentwickeln. Das hat zur Folge, dass nur noch die Alten in diesen Regionen leben und dort bis zum Lebensende bleiben werden.

Wir von den Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / FREIEN WÄHLERN waren schon immer der Meinung, dass man die Grundschulen im ländlichen Raum nicht schließen sollte. In den zurückliegenden Jahren haben wir zusammen mit den Menschen vor Ort des Öfteren für den Erhalt der Schulen gekämpft, oftmals vergebens. Deswegen können wir dem Antrag nur zustimmen und freuen uns auf die Zusammenarbeit in den Ausschüssen. Lassen Sie uns alle positiv denken, dann werden wir zu einem guten Ergebnis kommen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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